Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Kernsätze aus "Vom Rechtsstaat zum Faustrechts-Staat" von Joachim Wiesner

Roslin, Dienstag, 15.12.2009, 06:10 (vor 4325 Tagen) @ Marloway

Ich würde Herrn "Roslin" ja im Prinzip zustimmen ("instinktiv" bin ich in
jedem Fall auf Nihis Seite), nur geht gerade alles, was als "evolutionär"
zu bezeichnen wäre, durch unsere "Kulturation" leider den Bach herunter. Es
muß da also doch noch irgendwas anderes außer Darwins Wahn geben
(vielleicht: "Dunkle Materie"?).

Klar gibt es das: jenen Teil unseres Verhaltens, den unser freier Wille bestimmt.

Der Mensch wird von seiner Natur UND seiner Kultur bestimmt, wobei die Kultur, soll der Mensch sich in ihr wohl fühlen, Ausdruck seiner Natur auf der gesellschaftlichen Ebene sein muss.
Ist sie das nicht in möglichst umfassendem Maße, geht sie zugrunde, weil der Mensch sich in ihr nicht wohlfühlt.
Sie passt ihm nicht, immobilisiert ihn wie ein Schuh, der zu schlecht an den Fuß angepasst ist, der in ihm steckt.
Der freie Wille wiederum wird bestimmt von Ideologien, Religionen, Einsichten, Verblendungen, "unterirdisch" aber immer auch grundiert, vororientiert von unseren Instinkten, die uns jedoch nur disponieren, nicht determinieren, nur geneigt machen, nicht zwingen.

Unsere Instinkte könen vom freien Willen überspielt werden.
Wird der von kultureller Dekadenz geprägt, formt er eine Kultur, die zu sehr im Widerspruch zu unseren Instinkten in ihrer Gesamtheit steht.
In einer solchen Kultur fühlen sich Mehrheiten unwohl, weil sie ihren Instinkten nicht mehr in voller Harmonie folgen können, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sie nicht so leben wollen, wie es ihnen die herrschende, kulturelle Werte propagierende Elite anrät.

So vergewaltigen viele Männer und Frauen viele ihrer Instinkte.
Weil man Frauen beigebracht hat, dass sie nur emanzipiert und "frei" sein können, wenn sie sich so "männlich" wie nur möglich verhalten und Männer lehrt, dass ihnen Weiblichkeit Erlösung vom bösen Mannsein bringt.
Frauen dürfen nicht mehr weiblich sein, ohne der Verachtung des herrschenden Zeitgeistes, der Geschlechternivellierung zum Ideal erkoren hat, anheim zu fallen.
Ebenso dürfen Männer nicht mehr männlich sein oder sie werden diffamiert und entwürdigt.
Folge: Immer mehr Männer gefallen immer mehr Frauen nicht, immer mehr Frauen gefallen immer mehr Männern nicht.

Viele Männer wollen mit den prätendiert "neuen" Frauen - die ja in Wahrheit nicht neu sind, sondern ihr "Neusein" nur zeitgeistkonform simulieren, was alles so unecht, verlogen, fragil macht, so hysterisch-narzisstisch - keine Kinder, wagen das nicht zu sagen gegen den herrschenden Zeitgeist.

Viele Frauen finden die "neuen" Männer, die genauso unecht sind, denkbar unerotisch, wagen das nicht offen zuzugeben, weil sie ja nicht als hoffnungslos unemanzipiert-unmodern gelten wollen.

Wer wagt es denn schon, erkennen zu geben, horribile dictu, NICHT MODERN zu sein?
Das ist ja DIE Sünde wider den unheiligen Zeitgeist, wird mit sozialer Hinrichtung bestraft.

Folge: die Mann-Frau-Beziehung verliert an erotischer Spannung.
Die Polarität, deren Anziehungskraft sie zusammenhält, verliert an Spannung, wird nivelliert, wird in ihrer Bindewirkung schwächer.
Weil viele Männer sich bestimmen lassen, unwillig-zeitgeistkonform weiblicher zu agieren als sie eigentlich wollen und viele Frauen männlicher.
Mit solchen Frauen/Männern will man sich nicht ernstlich fortpflanzen.

Der Feminismus zerstört konsequent, was Frauen für Männer attraktiv macht, was Männer für Frauen attrakiv macht.
Vielleicht Folge des übergroßen Lesbenanteiles unter den Wortführerinnen der Bewegung.
Interessant die Frage, warum ein dekadent korrumpierter, freier Wille so sehr über die in ihrer Gesamtheit dem Lebenserhalt dienlichen Instinkte herrschen kann.
Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, dass es möglich ist.

Vielleicht weil eine Ideologie nie alle Instinkte eines Menschen gleichmäßig desavouiert, sondern einige nur allzu sehr und allzugut bedient, aber einseitig verabsolutierend.
Daraus bezieht sie ihre Kraft.
Den Rest besorgt die Gewalt, die die noch nicht ideologisierte Mehrheit unterwirft.
Wie die Geschichte beweist (Kommunismus in der SU, Nationalsozialismus im III. Reich usw.).
Beim Feminismus ist es allein die Macht der Propaganda und der Beschämung der Männer (IHR seid schuld an unserem Elend!), die Ausbeutung männlichen Beschützerinstinktes, die Männer bereit machen, sich in einem solchen Ausmaß zu verbiegen und für feministische Interessen instrumentalisieren zu lassen.

In diesen ungesund ideologisierten Gesellschaften fehlt das Runde, das Ausgewogene, die Harmonie zwischen instinktiv-kraftvoller Motivation, gesundem Egoismus, das Wohl des Ganzen bedenkendem Verstand, der erkennt, dass Altruimus notwendig ist.
Es fehlt der Wille zur ausgewogenen Mäßigung.

Solche Zivilisationen, die sich von Instinkten einseitig ausbeutenden, realitätsblinden Idologien bestimmen lassen, gehen rasch zugrunde, sind nicht nachhaltig.
Tausendjährige Reiche bringen es auf 12 Jahre, das Reich der ewigen Welterlösung aus dem Geiste von Marx, Lenin und Stalin wurde ein paar Jahrzehnte älter.
Die feministische Konsumgesellschaft neigt sich spürbar ihrem Ende zu, auch wenn sie vielleicht noch 2, 3, 4 Jahrzehnte vor sich hat.
Dann schlagen der Verfall der Familie, die dadurch verursachten Sozialisationsdefizite, die Demographie zu.


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