Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Weil es Juden stören könnte, darf es keine Debatte über männliche Beschneidung geben.

Gismatis, Basel, Sonntag, 25.10.2009, 17:05 (vor 4051 Tagen) @ Roslin

Denn in der Judenheit selbst hat die Diskussion um die
Genitalverstümmelung der Jungen längst begonnen.
Die Zahl liberaler Juden, die ihren Söhnen diese sinnlose Quälerei
ersparen wollen, wächst.
Hier die Seite einer jüdischen Organisation, die gegen die Beschneidung
auftritt: Juden gegen
Beschneidung - Jews Against Circumcision.

Das ist erfreulich.

Die männliche Beschneidung wurde ja eingeführt, um die Masturbation zu
erschweren, um die männliche Fruchtbarkeit/sexuelle Kraft allein auf die
Fortpflanzung zu konzentrieren, ihrer "Vergeudung" vorzubeugen, also
Kontrolle der männlichen Sexualität zu erreichen, nicht anders als bei der
weiblichen Genitalverstümmelung auch.

Was immer man mit der Beschneidung im Sinn hatte, es hat nicht funktioniert.

Deren Haut trocknet aus und verdickt sich, was ebenfalls die sexuelle
Erregbarkeit herabsetzt.

Erlebe ich als Spätbeschnittener keineswegs so.

Aber hier werden ganz bewußt immer Extremfälle (pharaonische Beschneidung,
nur in Ostafrika üblich, nur ca. 10% der beschnittenen Afrikanerinnen
betroffen) als Normalfall der Mädchenbeschneidung ausgegeben und verglichen
mit dem Normalfall der Jungenbeschneidung, also, wie in feministischer
"Wissenschaft" üblich, es werden Äpfel mit Birnen verglichen und ein
Unterschied zulasten der Mädchen kann festgestellt werden.

Das ist auch das, was mich am meisten ärgert. Bei der leichtesten Form wird, so heißt es, zum Teil nur die Klitorisvorhaut entfernt, was ungefähr der Vorhautbeschneidung beim Mann entspricht.

Dann natürlich sind die pharaonisch beschnittenen Mädchen viel schlimmer
betroffen als die normal beschnittenen Jungen.
Es gibt jedoch auch in Afrika Extremformen der Jungenbeschneidung (z.B.
Abhäuten des gesamten Penis bis zur Wurzel), die gesundheitlich ähnlich
verheerende Folgen haben können wie die pharaonische Beschneidung der
ostafrikanischen Mädchen.

Diese Form der Beschneidung wird aber schon lange nicht mehr praktiziert.

Gruß, Gismatis

--
www.subitas.ch


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