Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Der Erfolge des Mollath hat eine Mutter, natürlich (Allgemein)

Narrowitsch @, Berlin, Dienstag, 06.08.2013, 18:37 (vor 2494 Tagen) @ Marlow

Rotzfreche Unaufrichtigkeit liegt in den Werkzeugkästen der Politlumpen ganz oben, sie ist ihnen so selbstverständlich (geworden), dass die Presse nur noch in sehr seltenen Fällen davon Notiz nimmt. Doch mit diesem Zitat hat Frau Ministerin den Bogen überspannht.

" Bereits kurz nachdem bekannt wurde, dass Mollath frei kommt, erklärte sich Merk zufrieden damit, dass jetzt Klarheit geschaffen werden könne: "Mein Ziel, mit Anordnung des Wiederaufnahmeantrages den Fall neu aufzurollen, ist erreicht!"

Ungewöhnlich schnell und ungewöhnlich Faktensicher ruft die SZ der Merk und dem Wahlvolk die trübe Rolle ins Gedächtnis,die zu spielen Frau Justizministerin sich einst entschloss. Zynische Sätze reibt das Blatt der kalten Hundeschnauze unter die Nase. Gut so.

Dennoch: Auch die Presse bekleckerte sich lange Zeit nicht mit Ruhm im Fall Mollath.
Zwar liegt die SZ nicht falsch, wenn sie ihrer Zunft auf die Schulter klopft, wenn sie von Journalisten schreibt, die vorallem "die Fehler und Versäumnisse beim Urteil" bekannt machten. Das aber ist nur die halbe Wahrheit. Zur anderen Hälfte gehören der unermüdliche Freundeskreis Mollaths, ungezählte und wenig bekannte Blogger, Forenuser und Leserbriefschreiber, die den notwendigen Treibstoff für mancherlei Aktivität lieferten.

Noch immer bekleckert sich die 4. Gewalt nicht mit Ruhm. Es geht doch längst nicht mehr allein um den Fall Mollath, sondern es geht um Fragen an Demokratie und Rechtsstaat: Wie kann es sein, dass bei dem leisesten Verdacht missbräuchlicher Einweisungen in die Psychiatrie nicht alle Alarmglocken in Presse und Amtsstuben schrillen und statt dessen Verantwortliche wie Merk den Glauben an die Unfehlbarkeit Justizias zelebrieren, auf Zeit spielen, vertuschen? Und warum bekommt die Ursache des ganzen Skandals, nämlich das blinde Vertrauen in eine Aussage, wenn sie eine Frau ablässt, trotz dem Spiel mit augenscheinlich feministische Klischees? Begreift Presse nicht, was hier gespielt wurde? oder will sie nicht begreifen?

Ich freue mich für Mollath, es freut mich für seine vielen namenlosen Unterstützer- Mollath ist einstweilen frei. Es zeigt sich einmal mehr: noch ist nicht alles verloren, wenn eine kritische Masse beginnt zu murren.

Das dürfen wir uns freudig hinter die Ohren schreiben.

Nicht Merk, und auch nicht das Heer der Pressefritzen/tussen gehört der Triumph über die Justiziare fauler arroganter Willkür. Den Erfolg errangen namenlose und einige wenige, die ihren Berufnoch immer als Berufung begreifen. Die leben mitten unter uns, sogar in der ARD.

Erfreulich, finde ich ...

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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