Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Feministisches Denken ist dogmatisches Denken (Politik)

LatexTester, Monday, 23.04.2012, 20:38 (vor 4473 Tagen) @ Mus Lim

Unter welcher historischen Blindheit leiden denn Hoffmann und seine linken Gesinnungsgenossen, wenn sie völlig verdrängen, dass noch vor Adorno und Marcuse den Kommunisten der Arsch eine zeitlang auf Grundeis ging, weil das Proletariat nicht für die Revolution zu gewinnen war und sich über Gramsci und Lukács zwei Theoretiker aufmachten, Ersatzminderheiten und -diskriminierte aufzustacheln - ganz besonders die Frauen. Denn die, auch das ist historisch aus zahlreichen Schriften belegbar, waren nicht der Nebenwiderspruch, dafür aber als Substitut für die Arbeiterklasse notwendiges Mittel die Gesellschaft von innen heraus zu zerstören. Gerade die Frauen in Deutschland waren als Zielgruppe interessant, weil sie seit dem endenden 19. Jahrhundert in hunderten von Vereinen unter einem Dachverband organisiert waren; unabhängig davon, ob es Arbeiter-, konservative oder jüdische Frauen waren. Diese Versuche der Spaltung der Gesellschaft wurden im Institut für Sozialforschung, angegliedert an die sog. Frankfurter Schule und später nach dieser benannt, die Keimzelle für die 68er-Bewegung. Der neuere Feminismus (und Political Correctness) sind in erster Linie dort zu suchen und sind ein urlinkes Projekt. Genau genommen, hatten all die Genossen - Richtungsstreit hin oder her - Jahrzehnte Zeit, das Aufeinandergehetze von Mann und Frau zu beenden, um sich in dieser Frage eine neue Strategie zu überlegen.

Wenn Männerrechte plötzlich als linkes Anliegen verkauft werden sollen, ist das die pure Geschichtsklitterung, geht es wohl um timokratische Pfründe, geht es darum sich der wachsenden Bewegung der Männerrechte voranzustellen und sicher auch darum, sich vor der historischen Verantwortung zu drücken, damit die Linken trotz aller begangenen Verbrechen von der Sowjetunion über China bis hin zur DDR nicht als das Übel identifiziert werden, dass sie für den Menschen darstellen. Die ersten Versuche über den modernen Genderismus kommen aus der gleichen Denkschule und finden sich in den Schriften von Erich Fromm oder in der Erweiterung und (noch recht trivialen) Ausformulierung in Marcuses "Triebstruktur und Gesellschaft".


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