Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Es gibt keine einfache Antwort. (Allgemein)

Sven ⌂ @, Wolfsburg, Mittwoch, 07.08.2013, 10:52 (vor 2493 Tagen) @ Narrowitsch

Schon mal RTL einen Tag lang oder mehrere verfolgt? Die Nachrichten? Die pseudo - dokumentarischen Seifenopern? Tendenzen festgestellt?

Die Öffentlich-Rechtlichen zerstören wäre töricht.

Es gibt bei diesem Thema keine einfache Lösung. Deshalb auch die zahlreichen Kontroversen.

Das Niveau bei den ÖR ist unbestreitbar höher als im Privatfernsehen. Mehr Substanz, aber mitnichten frei von Propaganda oder zeitgeistischer Ideologie.

Kritikpunkte gibt es viele: Da wäre die Mutation eines "Rechts auf Information" zur potenziellen Propagandapflicht, die sachfremde Verwendung der GEZ-Einnahmen z.B. zur Unterhaltung von einem knappen Dutzend Sinfonieorchestern, die beileibe nicht nur in Deutschland auftreten. Nicht zu erwähnen exorbitante Betriebsrenten, über 25.000 Mitarbeiter und knapp 100 Tochterfirmen. Die Umgestaltung von einer sachbezogenen Gebühr zu einer Haushaltssteuer hat das Fass zudem zum Überlaufen gebracht. Abschließend ist ein Informationsauftrag über Radio & Fernsehen in Zeiten von Internet & Social Media zumindest fragwürdig.

Das Privatfernsehen wiederum ist ein Paradebeispiel dafür, dass derjenige verlassen ist, der auf die Regulierung des Marktes vertraut. Die Privaten orientieren sich am kleinstem gemeinsamen Nenner, und dieser verwendet Quoten als Maßzahl für mögliche Werbeeinnahmen. Sie sind letztlich also darauf angewiesen, eine möglichst große Zahl an Konsumenten zu erreichen; das Niveau der Sendungen muss folglich so gering wie nur irgend möglich sein. Dafür ist es nicht nötig, dass der Konsument wirklich dieses Niveau pflegt. Es reicht völlig aus, sie durch Stimulierung einfacher Triebe zu ködern - Sensationsgeilheit, Konsum- und Spaßgesellschaft. Bildung und Kultur wird heutzutage nur von wenigen Gemütern nachgefragt.

Die Privaten haben indes einen Vorteil: Sofern das Angebot unerwünscht ist und nicht nachgefragt wird, müssen die Anbieter das Angebot ändern oder gehen pleite. Der Moloch ÖR indes kann seine Kosten mittlerweile nicht nur über eine steuerähnliche Zwangsabgabe einfach einfordern, sondern ohne Einbeziehung seiner "Kunden" die Gebühren auch einfach erhöhen. Das Verhalten des Kunden spielt folglich keine Rolle - eine Änderung ist nur politisch zu erreichen, nur dass es dafür zunächst Politiker bräuchte, die daran Interesse hätten.

Es bleibt am Ende die gleiche Frage wie gesamtgesellschaftlich:

Für welche Institutionen und Leistungen soll der Staat ein Mindestmaß an Niveau und Qualität garantieren und wer kontrolliert diese Institutionen, um vor Machtmißbrauch zu schützen?


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