Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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revolutionär (Politik)

DvB, Saturday, 28.04.2012, 15:11 (vor 4468 Tagen) @ Maesi

Linkes Denken ist revolutionaer. Das Althergebrachte soll durch einen
revolutionaeren Akt beseitigt werden,

Das ist bereits eine linke Umdeutung, bzw. Umkehrung fast ins gerade Gegenteil. In Nicolaus Copernicus’ De revolutionibus orbium coelestium bezeichnet revolutio eine gleichbleibende, gesetzmäßig und kreisförmig verlaufende Bewegung der Himmelskörper. Er wurde also im Sinne von „wiederkehrend“ und nicht wie später im Sinne von „einen neuen Anfang machen“ verwandt. Auch im England des 17. Jahrhunderts wurde der Begriff, nun im gesellschaftlichem Kontext, in Bezug auf die Glorious Revolution im Jahr 1688 im Sinne von „zurück-wälzen“ als Wiederherstellung des alten legitimen Zustandes verwendet.

Revolutionär ist darum alles, was auf eine Renaissance gerichtet ist. Und das ist linkes Denken nun gerade nicht, zumindest nicht absichtlich.

Es ist ja auch ganz klar, daß ein Linker mit seinem geschichtsdadaistisch eingeschränkten Horizont (schau bloß den Arne an: für den beginnt die Geschichte ganz und gar erst 1962) seine utopistischen Hirnfürze für "neu" hält und nicht bemerkt, daß er unter der Parole des "Fortschritts" lediglich ein geschichtliches Hamsterrad dreht.

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