Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Sehr schlechter Beitrag ! Pfui !

Flint, Sunday, 14.05.2006, 09:49 (vor 6617 Tagen) @ Bonaventura

Als Antwort auf: Sehr schlechter Beitrag ! Pfui ! von Bonaventura am 12. Mai 2006 19:59:

Zurecht wird gegen Klausz argumentiert, daß etwas nicht schon deswegen wahr und gut sein muß, weil es sich (fast) 500.000 Jahre lang gehalten hat. Dann wäre nämlich Evolution sinnlos.

Nicht unbedingt. Es kommt darauf an um was es sich handelt. Zum ersten Satz Zustimmung. Mit dem Folgesatz kann ich allerdings nicht viel anfangen bzw. nur eingeschränkt.

Es gibt Dinge, die keiner Evolution unterworfen sind, ihrer nicht bedürfen, sie nicht benötigen (im Gegenteil!) und mit Sicherheit zeitlos/ewig existieren.

Beispiel:
Wenn der Mensch im Grunde gut ist (ich gehe davon aus), ist es nicht möglich für ihn, schlecht zu handeln ohne schlechte Folgen davonzutragen bzw. gut zu handeln ohne gute Folgen zu erhalten.

Dies ist ein ewiges Gesetz und keine Evolution der Welt wird jemals daran etwas ändern.

Da sich dieses Prinzip locker 500.000 Jahre hält (es wird sich sogar locker länger halten als dieses Universum existiert) ist dies ein sicherer Grundbaustein auf den man jederzeit zurückgreifen- und ihn als Maßstab wählen kann.

Es stimmt zwar, daß etwas nicht nur deshalb wahr sein muß weil es bereits 500.000 Jahre gehalten hat, (wie etwa das Fleischessertum) andererseits gibt es sehr wohl Dinge, deren Wahrheitsgehalt aufgrund der 500.000 Jahre Beständigkeit darauf schließen lassen, daß man es hier mit Wahrheit oder nahe-an-der-Wahrheit-liegenden-Dingen zu tun hat… ;-)

Noch ein Beispiel: Wenn man jemandem etwas antut was man selbst nicht erleben möchte (zum Beispiel Fremdgehen) bzw. wenn man Moralkodizies übertritt an die man gebunden war, bekommt man die Rechnung (durch sich selbst. Man wird die eigene Fähigkeit verringern usw. usf.)
Ich wollte gerade schreiben "Ist nicht Thema dieses Forums" -aber es stimmt ja nicht. Es gehört mit dazu. Das Thema Ethik und Moral muß möglichst klar sein um voll zuschlagen zu können und uns gegen die Seuche Feminismus wehren zu können. In diesem Fall würde man klar Männern und Frauen etwas Gutes antun wenn die Gesellschaft vom Feminismus befreit würde.

Es gibt auch so etwas wie eine funktionierende Wahrheit . Die Funktion zeigt, daß hier (relative) Wahrheiten zu Grunde liegen/vorhanden sein müssen, sonst könnte es nicht funktionieren. Dies macht sich vor allem in Bezug auf die Haltbarkeit/Dauer der Funktion bemerkbar. Gewisse Dinge können kurz funktionieren, wenn sie aber nicht auf grundlegenden Wahrheiten aufbauen, können sie sich nicht halten und brechen zusammen. Im kulturellen ‚Zeitfenster’ können das auch leicht einmal ein paar hundert Jahre sein, ist aber (und das finde ich geil ;-))) zu instabil, um sich länger zu halten.

Nikos hat das meiner Meinung nach nicht schlecht eingeschätzt (ich glaube es waren ca. 150 Jahre). Ich hoffe zwar, daß er unrecht hat, glaube aber, daß er ziemlich richtig liegen könnte mit seiner Einschätzung wie lange es noch dauern wird bis der Feminismus 1) überwunden und 2) vergessen sein wird.

Gruß
Flint


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