Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Argumentfreies "meinen und finden"

Chato, Saturday, 01.08.2009, 00:43 (vor 5406 Tagen) @ Max
bearbeitet von Chato, Saturday, 01.08.2009, 00:50

N'abend Max!

... *g* - deswegen beanspruche ich [Minderheitenschutz] ja auch jetzt und nicht dann.

[image]
- Max

P.S.: Ich weiß, daß das Galgenhumor ist. Aber ohne den wäre das Wissen
darum, daß dieses Volk - und eigentlich auch kein anderes - in den letzten
sechzig Jahren nichts gelernt und nichts begriffen hat, schlichtweg nicht
auszuhalten.

Wie willst du dann erst die Tatsache aushalten, daß noch niemals in der gesamten Menschheitsgeschichte irgendein Volk aus sich heraus irgend etwas Wahres gelernt und begriffen hat, es sei denn, es hätte der Wahrheit, die es sowieso nicht begreifen kann, vertraut? Wie erst willst du gar die Tatsache aushalten, daß noch nicht einmal ein einziger Mensch jemals irgend etwas Wahres gelernt und begriffen hat, es sei denn, er hätte es zuvor von der Wahrheit selbst erfahren? Denn logischerweise kann sie allein – angesichts der notorischen Dummheit des Menschengeschlechts – darüber Auskunft geben. Wer, bitte, soll dir denn eigentlich deinen "Minderheitenschutz" gewährleisten? Die Mehrheit? Im Ernst?? Und wenn sie's denn täte: um welchen Preis - wenn nicht dem, daß du dich dieser Mehrheit eben unterwirfst? Diesen Preis sind die allermeisten leichten Herzens zu zahlen bereit. Du auch? Und wenn nicht: WER gewährt dir dann deinen "Minderheitenschutz"?

Willst du deinen Wohnungsnachbarn fragen, was wahr ist? Oder kannst du es ihm erklären? Oder weiß es vielleicht das Fernsehen? Oder die Zeitung? Kann man womöglich darüber abstimmen lassen? Wie willst du denn damit zurechtkommen, daß die menschliche Dummheit unendlich – keineswegs nur bei allen anderen! – und folglich absolut unheilbar geworden ist, sobald sie sich in ihrer Torheit zum Maß aller Dinge gemacht hat? Wie willst du damit klarkommen, daß die Konsequenzen dieses Wahns für keinen, also auch für dich nicht imaginär oder virtuell "weil künftig", sondern vielmehr eben deswegen höchst wirklich und real sind, da sie ja unfehlbar eintreten werden nach dem Maße dessen, was du heute denkst, sagst, tust und unterläßt?

Wenn du galgenhumorig einwendest, du beanspruchest Minderheitenschutz ja nicht "dann", sondern nur "jetzt", sozusagen damit du die Vorstellung deines Dann aushalten kannst: was wirst du denn aushalten können, wenn dein Jetzt einmal unausweichlich zum Dann geworden sein wird und du am Galgen hängst? Wie willst du das Wissen aushalten, daß jedes Jetzt immer einzig und allein die Folge seines einstigen Dann ist? Wie willst du das aushalten, wenn das Leben völlig nutzlos verplempert worden ist, den Kopf tief in den Sand gesteckt, anstatt das eigene Dann und das der Deinen zu wenden, solange es noch ein Jetzt dafür gibt, in dem allein das möglich ist? Was rät dir denn deine jetzige Einsichtsfähigkeit, so sie es denn einsieht, daß sie einmal einsehen muß, daß dein dann eingetretenes Jetzt die Folge seines früheren Dann ist, aller Taten und Unterlassungen und aller praktischen Konsequenzen, die du daraus gezogen hattest oder nicht? Was rät dir deine Einsichtsfähigkeit, wenn ich sie hiermit mit den Gesetzen ihres Dann konfrontiere, die ja schließlich für alle Menschen in gleicher Weise gültig sind?

Das menschliche Leben ist kein nichtiges Geschwätz, kein gruppendynamisches Sprachspiel, keine "Diskussion" und sowieso nichts, das man sich beliebig aussuchen und ggf. umtauschen kann, wenn es einem nicht gefällt, sondern ein einmaliges, unwiederholbares Schicksal und deswegen die hammerharte Wirklichkeit auf Leben und Tod. Die Toren verdrängen das dauernd und wollen möglichst keinen einzigen Gedanken daran verschwenden, geschweige denn einen solchen zuendedenken, weil sie spüren, daß sie ihn womöglich nicht ertrügen. Dabei werden sie sich ihm unfehlbar einmal konfrontieren müssen. Ändert Torheit irgend etwas an der Wirklichkeit? Wird aus Torheit Wahrheit, wenn man nur töricht genug ist? Wenn für jeden Menschen sein persönliches Dann im Jetzt enthalten ist: Was bedeutet das für sein Jetzt? Und was bedeutet die Antwort auf diese Frage für sein Dann?

Nick

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Wenn wir Toren wüßten, daß wir welche sind, wären wir keine.


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