Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Ist der Begriff "Femifaschismus" angemessen?

Altschneider, Wednesday, 24.05.2006, 22:07 (vor 5929 Tagen) @ Beelzebub

Der Begriff bringt nichts. Er erweckt zum einen den Eindruck, als wären Feminismus und Femifaschismus zwei abtrennbare Strömungen, zum anderen ist der Faschismusvorwurf mittlerweile inflationär und wird auf beliebige Weise verwendet, um Gegner mundtot zu machen und sich selbst in eine moralisch unanfechtbare Position zu bringen.
Sicher ist Feminismus in der heutigen Ausprägung der direkte Erbe des Denkens des Nationalsozialismus, doch weniger, was politische Aussagen betrifft, als im allgemeinen Gedankengut - die extreme Intoleranz, autoritäre Kontrolle des Privaten, soziale Ausbeutung und die Strategie, auf andere herabzusehen, um sich selbst groß zu fühlen (also das, was den Rassismus und natürlich auch den Seximus ausmacht).
Nun gab es dieses Denken auch schon vor den Faschisten, es ist in anderen Ideologien, wie dem Kommunismus, aufgetreten, also nichts, was typisch für den Faschismus wäre
Arne Hoffmann hat in seinem übrigen sehr wichtigen und brillianten Werk "Warum Homann geht und Friedemann bleibt" sehr anschaulich die Mechanismen dargelegt, die hinter dem Faschismusvorwurf stecken und wie gerade dieser Vorwurf häufig von Vertretern von Ideologien verwendet werden, die durchaus dem Faschimus ähnlich sind, ohne sich so zu nennen. Ein schönes Beispiel dafür ist, wenn in Femiforen die Mitglieder dieses Forums mit Nazis gleichgesetzt werden.

Statt den historischen bzs. politisch Vergleich zu ziehen, ist es wichtiger, die destruktiven Denkstrukturen des Feminismus unmittelbar zu benennen und zu bekämpfen.

Altschneider


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