Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Talkshowgerede und Realität

Beelzebub, Tuesday, 30.05.2006, 02:34 (vor 5924 Tagen) @ Bella

Sawadee kap Bella,

freut mich, Dich hier zu sehen.

Eben. Die Benutzung des Begriffs suggeriert, daß es ein/ mehrere Opfer
gibt, und da du ihn benutzt...

Wie kommst Du darauf? Faschismus ist bereits dann Faschismus, wenn er (noch) keine Opfer gefordert hat. Hitler war bereits Faschist (für Puristen, die nur Mussolini als Faschisten ansehen: Nationalsozialist), als er im Landsberger Knast "Mein Kampf" zusammenfabulierte und noch kein Mensch es je für möglich gehalten hätte, eine Kulturnation könne im 20. Jahrhundert auf die Idee kommen, eine mehrere Millionen umfassende Bevölkerungsgruppe systematisch zu ermorden.

Und ich halte eine Vermischung von eigenen
schlechten Erfahrungen, die z.T auch struktureller Natur sind, und denen
von einzelnen Menschen für nicht angemessen.
Außerdem halte ich diese deine Reaktion für zu emotional besetzt, was ok
wäre, wenn sie (für mich) nachvollziehbar wäre. Eine Beleidigung deiner
Person liegt mir wirklich nicht nahe, es ist nur so, daß ich die
Heftigkeit nicht nachvollziehen kann.

Äh, ehrlich gesagt, weiss ich nicht so recht, was du mit diesen kryptischen Sätzen sagen willst. Kannst Du das mal näher erläutern. Insbesondere muss ich zugeben, nicht so recht zu wissen, was "schlechte Erfahrungen struktureller Natur" sein sollen.

Diese extremen Auswüchse vom Feminismus gehören einer Randgruppe an, die
Mehrheit der Meinungen spiegelt sie jedenfalls nicht wider.

Seh ich ähnlich und habe daher immer zwischen Feministinnen und Femifaschistinnen unterschieden.

Frau Schwarzer
wurde zwar in der letzten Zeit, in den letzten paar Monaten, häufiger zu
Talkshows oder dergleichen eingeladen, aber auf mich machte das Ganze eher
den Eindruck, daß man den Werken einer alternden Frau Achtung gebührt, auch
im Hinblick darauf, daß es keine Nachfolgerin bzw. gebürtige
"Nebenfolgerin" für sie gibt. Die Emma ist zwar für viele Leserinnen
interessant, aber meistens fehlt in den Artikeln beim Nennen von Zahlen
oder dergleichen eine Quelle. Die Wirkung ist in etwa wie die der
Bild-Zeitung: unterhaltsam. Das Eine oder Andere mag im Ansatz mal
interessant sein, kann auch zur weiteren Infosuche/-beschaffung beitragen,
aber reißerisch und polarisierend sind sie dennoch geschrieben.

Täusch Dich nicht. Ich bin gerne bereit, Frau Schwarzer zuzugestehen, dass sie ihre Medienauftritte virtuos gestaltet und dort sehr gut den Eindruck von einer Art Altersmilde erwecken kann. Das sagt aber nichts über ihre wahre Fratze, die sie vor der weiteren Öffentlichkeit geschickt verbirgt. Vor einiger Zeit erschien im "Spiegel" mal ein längerer Artikel, in dem das, was Frau Schwarzer in diversen Talkshows und Fernsehdiskussionen über Männer und Frauen von sich gibt, dem gegenüber gestellt wurde, was zum gleichen Thema in der "Emma" (in der kein Wort ohne Einverständnis der Chefin erscheint) zu lesen ist. Ein beachtlicher Unterschied! Leider habe ich nicht die Zeit, in einer öffentlichen Bibliothek das Zeitschriftenarchiv zu durchwühlen (und bin zu geizig für das online Archiv zu zahlen).

Und noch eins: hätte es in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts bereits Fernsehtalkshows gegeben, dann wäre dort wahrscheinlich ein gewisser Joseph Goebbels ein gern und oft geladener Gast gewesen, der dort den formvollendeten Gentleman markiert hätte. Und hätte man ihm auf den Kopf zugesagt, dass die Nationalsozialisten, wenn sie erst mal die Macht haben, alle Juden umbringen werden, deren sie habhaft werden, dann hätte er das voller Empörung als "jüdisch-bolschewistische Greuelpropaganda" zurückgewiesen.

Greets

Beelzebub

--
"Ihre Meinung ist widerlich. Aber ich werde, wenn es sein muß, bis zum letzten Atemzug dafür kämpfen, dass Sie sie frei und offen sagen dürfen." (Voltaire)

Ich denke, also bin ich kein Christ. (K. Deschner)


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