Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

Homepage - Archiv 1 - Archiv 2 -- Hilfe - Regeln für dieses Forum - Kontakt - Über uns

99909 Einträge in 23856 Threads, 287 registrierte Benutzer, 162 Benutzer online (0 registrierte, 162 Gäste)

Entweder bist Du ein aktiver Teil der Lösung, oder ein Teil des Problems.
Es gibt keine unbeteiligten Zuschauer!

   WikiMANNia
   Femokratieblog

An Flint (bzgl. Todesstrafe, Abtreibung, Maskulismus) (Allgemein)

knn, Mittwoch, 17.07.2013, 00:26 (vor 2450 Tagen)

Da der alte Thread gesperrt wurde und ich erst jetzt die Beiträge von Flint sah, hier meine Antwort auf

http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?id=20962
http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?id=20963
http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?id=20989

Du schriebst: "... Begriffe wie "Mord" und "Mensch" sind eine Überhöhung."
Ich frage mich, wenn für dich Begriffe wie Mord und Mensch eine Überhöhung sind, was sind wir denn dann? Was bist Du dann bzw. für was hältst Du dich?

Die Worte "Mensch" und "Kind" überhöhen ein mikroskopisch kleines Etwas zu einem Menschen und überhöhen das Absaugen zu Mord.

Man KANN es so sehen, dass es Mensch+Mord ist, aber man kann es auch ganz anders sehen, nämlich so wie es fast die gesamte Menschheit sieht: Das Abtreiben von missgebildeten Embryonen ist Elternrecht.

Und für diesen Thread wichtiger: Das ist kein Recht, was nur feministische Eltern für sich in Anspruch nehmen. Eltern hätten bereits vor dem Feminismus so entschieden und werden nach dem Feminismus so entscheiden. Es ist keine feministische Frage. Es ist keine Frage, die einen Antifeministen definiert.

Und genauso wie ein Antifeminist für oder gegen Todesstrafe sein kann, so kann ein Antifeminist für oder gegen Abtreibung von schwerstbehinderten Embryonen sein.

Ich würde niemanden, bloß aufgrund seiner Position zur Abtreibung, absprechen Antifeminist zu sein.

Ich bin gegen ein Recht von Eltern, nach "Gutdünken" ihre Kinder mißhandeln, verstümmeln und/oder töten zu dürfen. Die Verantwortung, dies entscheiden zu dürfen kann ihnen angesichts der großen Anzahl bornierter und bekloppter Personen nicht überlassen werden*. Siehe auch das Thema Genitalverstümmelung.

Das sind aber keine Embryonen. Übrigens stellt sich auch da die Frage: Warum sollen Eltern des missgebildeten Kindes operieren lassen dürfen? Warum haben Eltern das Recht, das Gesicht operativ korrigieren zu lassen, aber nicht das Recht einen winzig kleinen Embryo aus ihrem Körper zu entfernen.

Wer für die Ermordung Ungeborener ist, schwimmt auf derselben Welle mit, die der Feminismus hat. Kann also nie ein Antifeminist solchen Ausmaßes sein, wie ein Antifeminist der gegen §218 ist.

Grundsätzlich richtig, aber es kommt immer auf die Gesamtstatistik an. Denn es scheinen vor allem die Emanzen zu sein, die abtreiben. Deshalb könnte man auch das Gegenteil behaupten: Abtreibung führt zu weniger Emanzennachkommen, also ist der Abtreibungsfreund der antifeministischere. Abtreibung ist Emanzen-Selbstmord.

Auch zu bedenken: Es sind vor allem Mädchen, die abgetrieben werden.

Da die Legalisierung der Ermordung Ungeborener ein wichtiger Eckpfeiler, -wenn nicht sogar der Hauptpfeiler- des Feminismus ist, ist es fraglich, ob man jemanden, der für die straffreie Ermordung Ungeborener ist, überhaupt noch als Antifeministen bezeichnen/ansehen kann.

Wichtiger Eckpfeiler schon. Aber vor allem schlecht im Zusammenhang mit weiteren Frauenpampereien wie Scheidungsrecht, Unterhaltsrecht und Rentenrecht. Denn gäbe es keine Rente für kinderlose Frauen, so würden viel weniger Frauen abtreiben. Und bekämen Frauen nach der Scheidung nur dann Geld, wenn Kinder da wären, dann würden noch weniger Kinder abgetreiben werden.

Zumindest ist er kein Antifeminist wie er einer sein könnte. In deinem Fall sehe ich dich aufgrund deiner Blogs fraglos und klar als Hardcore-Antifeministen! Zumal Du ja auch gegen §218 bist.

Das sind nicht meine Blogs. Ich bete sie nur an.

Ich bin noch aus einem anderen Grund Hardcore-Feminist: Ich bin gegen Feminismus, obwohl ich keine schlechte Erfahrung mit Frauen durchmachen musste. Ich wurde weder bei einer Scheidung abgezogen, noch wurden mir meine Kind entführt. Ich bin Antifeminist aus der tiefsten Überzeugung, dass es so etwas wie "zu viele Frauenrechte" gibt, von Frauenprivilegien ganz zu schweigen.

Du bist aber für die Freiheit der Eltern, entscheiden zu dürfen ob sie ein schwerstbehindertes ungeborenes Kind ermorden dürfen.

Nach meiner Meinung ist es aber weder Kind, noch Mord. Aber ich würde niemals in Frage stellen, dass du ein Antifeminist bist, allein aufgrund deiner Position/Wortwahl.

Wie oben gesagt, bin ich gegen ein Recht der Eltern auf Mißhandlung und Tötung ihrer Kinder.

Das Verbot der weiblichen Beschneidung ist auch ein Eckpfeiler des Feminismus.
Mit dem gleichen Recht könnte ich nun behaupten, du bist zwar Antifeminist, aber weniger als du es sein könntest, denn als richtiger Antifeminist müsstest du für Mädchenbeschneidung sein.

Ich habe es für mich so gelöst: Im Zweifel für den Angeklagten. Das heißt, da ich den schwerstbehinderten Embryo nicht fragen kann ob er lieber leben oder sterben will, kann ich da nicht eingreifen. Es heißt: Leben will leben. Bzw. Lebewesen wollen leben. Davon ist zunächst einmal auszugehen.

Es heißt aber auch: Leben meidet Leid.
Deshalb bin ich für die Freiheit der Eltern.

Was an den Feminismus erinnert ist allerdings folgendes Phänomen: Im Zweifel immer gegen die Kinder und für eine fragwürdige Selbstverwirklichung.

Im Feminismus gilt aber auch: Im Zweifel gegen Eltern.
Deshalb bin ich für die Freiheit der Eltern.

Wer an die geistige Grundnatur des Menschen glaubt bzw. wem diese bewußt ist, für den ist der frühe Zustand des ungeborenen Menschen eben nicht einfach nur ein Zellhaufen sondern ein Embryo der bereits ein vollwertiger Mensch (mit all seinen ihm zustehenden Menschenrechten) ist und dem kein Haar gekrümmt werden darf.

Auch da könnte alles umgekehrt gelten:
Man könnte an Seelen und vorschwangerschaftliche Verbindung zwischen Kind und Mutter glauben. Man würde also noch weiter gehen als nur "geistige Grundnatur".

Aber gerade deswegen könnte man für Abtreibung sein. Denn damit würde verhindert, dass ein Kind in einem verkrüppelten Körper gefangen ist. Durch Abtreibung mit anschließendem neuen Versuch erweise ich der Seele (des Kindes) einen besseren Dienst.

Deshalb auch hier wieder mein alter Einwand: Die Ablehnung von missgebildeten Embryos ist eine fast rein christliche Einstellung. In anderen Religionen (und selbst bei anderen Christen) gibt es so eine Glorifizierung von Zellhaufen nicht.

Ich fand diese Frage von Nihilator interessant. Darauf deine Antwort hatte ich nicht verstanden.

"...Eine Frage hätte ich dazu mal an Dich, ganz ernsthaft: angenommen, Du wärst in dieser Situation, hättest also ein Kind gezeugt und wirst damit konfrontiert, daß es möglicherweise eine Schädigung hat. Könntest Du Dir eigentlich vorstellen, in dieser Ausnahmesituation froh und dankbar zu sein, eine solche Entscheidung nicht treffen zu müssen?"

Seine Frage ist eine Fangfrage wie "Könntest du dir vorstellen, dass es manchmal schön ist, wenn die Polizei dein Haus stürmt und durchsucht, wenn sie dabei entlastendes Material findet?"

Ja, das könnte ich mir vorstellen, bin aber trotzdem dagegen.

Zum Beispiel wird von einigen, 'Männerrechtler' als Oberbegriff verwendet, wobei sich 'Antifeminist' unterordnet. Andere sehen Männerrechtler zwangsläufig links verortet an usw. Dann können sich zum Beispiel Fragen ergeben wie: Kann es linke und rechte Männerrechtler geben? Oder anders ausgedrückt: Kann es kollektiv gesonnene und konservativ (Individualität) gesonnene Männerrechtler geben?

Genau so sehe ich das auch. Meiner Meinung nach müssen Antifeministen nicht religiös sein, bloß weil Feministinnen in der Regel atheistisch sind. Und meiner Meinung nach kann es antifeministische Abtreibungsärzte geben. Abtreibungsärzte, die für Jungenförderung, gegen Frauenquoten, gegen Gender an den Universitäten, gegen feministische Scheidungsgesetze usw sind.

Wenn bei der Frage der Abtreibung (die eine der schwierigsten philosophischen Fragen aller Zeiten ist) der Bruch sogar durch die Christenheit geht (von anderen Religionen ganz zu schweigen), dann darf diese Frage Antifeministen nicht spalten.

Ich bin mir fast sicher, dass knn keinen einzigen Mal auf meine Posts eingegangen ist- nicht einmal zitiert. Unter was ordne ich es jetzt ein? :-D

Ich meine alle beantwortet zu haben. Frage im Zweifel hier nochmal.

--
Frauenwahlrecht -- Ja oder nein? | Was Männerrechtler nicht wahrhaben wollen.
[image]

Twitter Facebook


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum