Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Wir haben eben entgegengesetzte Ansichten (Allgemein)

Flint ⌂ @, Sonntag, 21.07.2013, 07:34 (vor 2445 Tagen) @ Chato

Moin Nick!

Wesentlich ist hier, daß der Mensch im Grunde gut ist und Böses und Fehler nur aus seinen psychischen "Krankheiten" (Zwänge, Verdrängungen, Ängste usw) entspringen. Da unterscheiden sich unsere Positionen und ich glaube auch nicht, daß wir uns da treffen werden, da in der christlichen Lehre der Mensch im Grund als böse betrachtet wird. Ich sehe das anders.


Die christliche Lehre behauptet keineswegs, der Mensch sei im Grunde böse. Überhaupt nicht! Gott hat den Menschen gut und des Guten wegen erschaffen. Aber der Mensch hat von Ihm auch einen freien Willen erhalten, sich gegen diesen ursprünglichen Sinn seines Daseins zu entscheiden.

Na, dann liegen wir ja bezüglich daß der Mensch im Grunde gut ist, gar nicht so weit auseinander. Was Du unter dem von Gott gegebenen freien Willen einordnest, widerspricht ebenfalls nicht dem was mir diesbezüglich bekannt ist. Es fällt für mich einfach in den Bereich der Ethik einer Person. Also der persönlichen Ethik des Wesens. Der Mensch kann bewußt ethisch oder unethisch handeln. Gründe für unethisches Verhalten können z.B. persönliche Probleme, psychische Probleme wie Zwänge, Ängste Verdrängungen usw. sein. Es können aber auch falsche und/oder fehlende Informationen sein, die zu lebensfeindlichem Verhalten führen können. Es können auch moralische Standards sein unter die sich eine Person gezwungen sieht. Aber das weißt Du ja alles aus beruflicher Erfahrung selber.

Das muß so sein, denn ohne diese Freiheit gäbe es keine freie Entscheidung für Gott, sondern ein sog. Mensch wäre dann auch nichts weiter als ein geistloses Tier, eine aufgezogene Marionette also, die gar nicht anders kann, als sich Gott zu unterwerfen und blind dessen Willen zu erfüllen. Verstehen könnte er nicht, was mit ihm geschieht, so wenig, wie die Regenwürmer und die Kaulquappen zum Beispiel. Das ist Islam. Jesus Christus aber ist zu Höherem und Größerem erschienen – für diejenigen, die es nach Geist und Weisheit dürstet.

Die geistige Natur des Menschen selbst bedingt somit notwendig seine Freiheit, sich gegen Gott zu entscheiden. Und genau das tut der Mensch seit Adam und Eva, Tag für Tag und mit aller Entschlossenheit. Warum? Weil er selber sein will wie Gott, ohne tatsächlich einer zu sein und ohne sich auf den Weg zu begeben, zu einem zu werden. Dadurch fügt er seiner geistigen Natur eine tödliche Verwundung zu, die er aus eigenem Vermögen nicht heilen kann. Es ist DIE tödliche Krankheit eines jeden Menschen schlechthin. Davon gibt es, außer Jesus Christus, unserem Heiland und Erlöser, nicht eine einzige Ausnahme. Wir nennen diesen Zustand Erbsünde.

Gut, daß ist jetzt aus der christlichen Lehre/Religion heraus erklärt.

Der Mensch ist also der Erlösung bedürftig...

Nun ja, das sagst Du. Ich weiß nicht, ob es stimmt. Deswegen kann/will ich dazu nichts sagen.

wie jede einfache Analyse seiner jämmerlichen Lage beweist. Man schaue sich doch diese Menschenwelt an! Was ist je in ihr besser geworden, was nicht durch desto schlimmere Niedergänge „ausgeglichen“ worden wäre? Der Mensch unterliegt je und je seiner tiefen Unwissenheit und Ignoranz, der Gier, dem Haß, dem Stolz, der Eifersucht und verplempert sein kurzes Leben mit alberner Nichtigkeit und sinnlosem Geschwätz.

Auch da bin ich mir nicht sicher. Es gibt die verschiedensten Lehren und Betrachtungen dazu. Ich würde z.B. nicht lieber in früheren Zeiten leben (außer in den 70ern des letzten Jahrhunderts). Wir haben uns doch in gewisser Weise positiv weiter entwickelt. Man denke nur an die Hinrichtungen im Mittelalter usw usf. Also ich würde nicht mehr in solchen Zeiten leben wollen. Du?

Um das zu bestreiten, müßte man „Humanist“ sein. Diese Ideologie ist nämlich DAS antichristliche Gegenprogramm schlechthin und stammt aus der Antike. Sie behauptet, der Mensch sei aus sich heraus gut, seine Würde beruhe auf dieser seiner inneren Güte, er würde ständig lernen und sich bilden und moralisch in die Höhe entwickeln und dadurch einstmals befähigt sein, aus eigener Schöpferkraft eine ideale Welt und das „Paradies auf Erden“ erschaffen. Diese Wellen sind nun eine nach der anderen über die Erde gerollt, und ihre Folgen sind sind eigentlich allen bis zum Abwinken bekannt. Wäre da nicht die menschliche Vergeßlichkeit und seine notorische Dummheit. Es gibt keinen "Fortschritt des Menschheit", sondern alles wiederholt sich bloß und verlischt schließlich im Nichts. Dafür lohnte es sich nicht zu leben.

DAS ist Humanismus – der fürchterlichste, gründlichste und hartnäckigste Wahn, der den Menschen je befallen hat. Und deswegen habe ich ihn ohne Anführungszeichen geschrieben. Denn ich lehne diese Wahnvorstellung rundheraus ab. Wörterbücher helfen mir da natürlich nicht weiter. Denn sie sind von Humanisten verfaßt worden (es gibt ja kaum noch welche, die keine wären), die sich dort natürlich attestieren, was für großartige Leute sie wären. Aber daran glaube ich halt nicht.

Soweit ich sehe, sind die Ideale und Grundannahmen des Humanismus sehr gut und einleuchtend. Wenn dann Verbrechen im Namen eines zynisch ins Gegenteil verkehrten "Humanismus" begangen werden, ist das ja nicht gegen die Ideale des Humanismus anzuwenden. Psychoten haben sicher schon immer versucht, im Namen der Menschlichkeit Verbrechen an Menschen zu begehen. Deshalb sind aber die Ideale der Menschlichkeit nicht falsch.
Wer aber prinzipiell und generell gegen den Versuch und die Bemühungen ist, daß der Mensch an sich arbeitet, kämpft, tut und macht um sich weiter zu entwickeln, menschlicher und ethischer zu werden, dem ist nicht zu trauen.

Ich glaube nicht, daß es im ideellen Sinn antichristlich ist, wenn man daran arbeitet, ethischer, vernünftiger und fähiger zu werden, und daran arbeitet, sich und anderen immer besser helfen zu können (und zwar ungeachtet jedweder Religion. Sozusagen überkonfessionell). Es gibt, wie gesagt etwa 80% die aufbauen und 20% die abreißen. Und ich bin nicht bereit alle als im Zustand der 20% festzulegen. Wir sind hier nicht alle dumm und psychotisch. Wird allerdings Zeit, daß die 80% wacher werden. Der gute Mensch neigt dazu, die Aufmerksamkeit und den Kampf gegen das Böse zu vernachlässigen. Es ist auch nicht leicht, dem Bösen (ständig) ins Auge zu schauen. Der Preis der Freiheit (auch die Freiheit der Religionsausübung) ist allerdings ewige Wachsamkeit. Wenn die 80% nicht einschreiten und nicht STOP sagen wenn die Psychoten gerade dabei sind, den nächsten Wahnsinn zu entwickeln, wird es wieder ungeahntes nächstes Unglück geben. Das ist dann der Preis den man fürs nicht rechtzeitig und ungenügend beherztes Handeln zahlen muß.

Flint

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