Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Nihilator ⌂, Bayern, Sunday, 14.01.2007, 03:26 (vor 6364 Tagen) @ susu

Hallo susu!

Eigentlich rede ich seit Zastrow von Dämlichkeit, aber mit dieser Anzeige
erreicht sie einen Höhepunkt.

Sehe ich natürlich anders. Ein Höhepunkt dürfte erreicht gewesen sein, als sich unser Frauenministerium entschloß, solche Konzepte zu verwirklichen und mit solchen Leuten zusammenzuarbeiten.

ist der ausgebildeter Psychologe? Prof. Amendt ist Soziologe und da
besteht meines Wissens nach immer noch ein Unterschied. Und ja, ich würde
mir für diesen spezifischen Teil der Psychologie herausnehmen eine gewisse
Ausbildung zu genießen. Denn mein Meter Psychologie beschränkt sich auf
Geschlechtsidentität. Und deshalb weiß ich z.B. auch, wer auf die Idee
gekommen ist, eine "korrekte" Geschlechtsidentität sei für die psychische
Gesundheit absolut unabdingbar. Vieleicht sagt dir der Name was: John
Money.
Und es gibt keinerlei Grund für die Annahme, das ein Zweifel an der
eigenen Geschlechtsidentität schädlich sind, mit Ausnahme der Lehrmeinung
von: John Money. Und weist du wessen Ansichten ich am allerwenigsten
traue, wenn es um Kindeswohl und Geschlecht geht? Du ahnst es nicht: John
Money.

Rührender Versuch, aber den guten Herrn Money kannst Du gern auf Deiner Seite behalten, wo er hingehört. Dieser Mengele für Arme vertrat die Meinung, daß geschlechtliche und sexuelle Identität anerzogen sein und somit auch beliebig anders anerzogen werden können. So wie Alice Schwarzer und ihre Radabfems, Judith Butler und -wenn ich mich nicht sehr täusche- auch Du.

Es gibt übrigens sehr wohl Grund zu der Annahme, daß eine Nichtübereinstimmung zwischen biologischem Geschlecht und geschlechtlicher Identität als quälend empfunden wird. Und zwar sind das die Transsexuellen, die -Dir muß ich es sicher nicht erzählen, Du kennst da mehr Literatur- das Gefangensein im falschen Körper doch sehr oft als ausgesprochen belastend empfinden, bis hin zu einer außerordentlich hohen Selbstmordrate. Sehr viele lassen sich auch umoperieren, und wie hier erst zu lesen stand, sind sie mehrheitlich nach diesem Eingriff wesentlich zufriedener.

Und solche desorientierten armen Schweine wollen wir mit Dissens-Methoden aus ganz normalen Jungs auch noch künstlich züchten? Nein.

So so, scheint es dir. Vieleicht sollte man erst mal über die Sachlage
wirklich Klarheit herstellen, bevor man klagt, oder? Vieleicht hätte man
z.B. auch mal den betroffenen Jungen fragen können. Nicht das der vor
Gericht als Zeuge erscheint und sagt "War eine interessante Erfahrung",
oder so? Aber hey, um den Jungen geht es euch doch gar nicht.

Nein, natürlich nicht. Es geht darum, Wohltätern der Menschheit in böser Absicht Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

Es dürfte eine Unmöglichkeit sein, an den Jungen heranzukommen. Zumindest mit enormem Aufwand verbunden. Wozu? Die Schilderung solcher Methoden reicht mir vollkommen als Grundlage für eine Anzeige, so weit traue ich dem SPIEGEL. Es ist ja eben keine Klage. Wird sich zeigen, was da ermittelt wird.

BTW, findest Du es auch seltsam, daß Dissens prompt die Informationen zu ihren fortschrittlichen Methoden vom Netz nahm? Warum, wenn man sich keiner Schuld bewußt ist?

Oh, woher nimmst du das jetzt? Die Teile der Arbeit von Dissens, die sich
mit der Wehrpflicht befassen stehen ihr negativ gegenüber (so wird bei der
Gewaltstudie gezeigt, daß schon im Zivildienst und stärker noch beim Bund
die Gewaltbelastung von Männern deutlich höher ist als im zivilen Leben).
Aber klar, man kann auch Vorwürfe einfach mal aus der Luft greifen. Über
den AKM ist Dissens auch mit http://www.kampagne.de/ verbunden.

Wenn es teilweise Dinge in der Arbeit von Dissens geben sollte, die Männern und Jungen nützlich sind, soll mir das recht sein.
Im übrigen hat dieser Verein aber die feministische Sichtweise voll verinnerlicht: das Übel sind die Männer, ist die Männlichkeit, also weg damit. Das ist nicht weniger faschistisch und rassistisch als zu sagen, die Juden seien unser Unglück, nur wird es nicht ganz so wahrgenommen. Das funktioniert in dieser Gesellschaft nur mit anerkannten Opfergruppen, und dazu zählen Männer nicht.

Ich weise hier auch noch einmal auf die Grundsätze der "kritischen Männerforschung" nach Jeff Hearn hin:
"1. Männer sollten die Autonomie der Frauenforschung respektieren, was nicht heißen soll, umgekehrt eine Autonomie der Männerforschung einzufordern.
2. Männerforschung soll Frauen und Männern offenstehen.
3. Das vorrangige Ziel der Männerforschung ist die Entwicklung einer Kritik an männlicher Praxis, zumindest teilweise aus feministischer Sichtweise.
4. Männerforschung ist interdisziplinär anzulegen.
5. Männer, die Männerforschung betreiben, müssen ihre Praxis des Forschens, Lernens, Lehrens und Theoretisierens hinterfragen, um nicht die patriarchale Form eines desinteressierten Positivismus zu reproduzieren. Ziel sei eine Bewusstseinserweiterung der Männer.
6. (Heterosexuelle) Männer sollen sich nicht um Forschungsgelder und Universitätsposten bewerben, die für Geschlechterforschung ausgeschrieben wurden, feministische Wissenschaft und Frauenforschung in der eigenen Forschung und in den Institutionen sind zu unterstützen."

Das ist Mösenkriechertum par excellence, und Dissens hat jeden dieser Punkte bis ins Mark verinnerlicht! Wenn das Wahrnehmung männlicher Interessen sein soll, dann waren die Gewerkschaften der DDR (FDGB) auch Interessenvertreter der Arbeitnehmer.
Interessante Parallele übrigens, genauso ist es: das Frauenministerium unterstützt ein paar Aktionen, Studien und Vereine und kann dann sagen: seht her, für Männer wird doch einiges getan. All das ist jedoch nicht Arbeit FÜR Männer, sondern AN Männern, im Interesse von (bestimmten) Frauen. So war es mit Organisationen im anderen deutschen Totalitarismus, also dem der DDR, auch.

Sag mir bescheid, wenn´s Zeit wird zu emmigrieren. Welches Jahrzehnt
meinst du eigentlich genau? Die Vergasungs-40er, die
Zwangskastrations-50er, die Elektroschocktherapie-60er? Die Knast gibts
immer noch 70er? Die fast schon lagal 80er?

Na, in der Entwicklung steckt doch Kontinuität, oder nicht? Und die wird jetzt aufs Spiel gesetzt, indem die Dinge zu weit getrieben werden.
Wohlgemerkt: ich habe hier keine Drohung abgelassen mit meiner Formulierung oben. Gewalttaten liegen mir fern. Aber ich möchte gern zu bedenken geben, daß Respekt und Toleranz Grenzen finden werden, wenn ihnen mit totalitärem und genderfaschistischem Gehabe begegnet wird. Actio=Reactio - wenn ihr so weit geht, wird das auch Folgen haben. Die dann leider auch Unschuldige betreffen.

Es ist keineswegs erwiesen, daß die zugrundeliegenden Thesen richtig sind. Im Gegenteil scheinen wissenschaftliche Erkenntnisse solche Theorien zu widerlegen (ich meine jetzt richtige Wissenschaft, keine feministische oder queere, wo vorn das Ergebnis steht und hinten nach Bestätigung gesucht wird). Aber zum Menschenversuch scheint die Zeit reif zu sein? Was ist eigentlich mit der Würde des Menschen, dem Respekt vor dem Individuum, der Erziehungshoheit der Eltern und den Grenzen staatlichen Einflusses bei der Menschenformung? Alles über den Haufen geschmissen, weil es jetzt mal um ein richtig gutes Ziel geht? DAS haben alle anderen vorher auch schon behauptet.

So gut wie kein Elternteil, dem die Tragweite dieser Methoden bekannt ist, würde dem zustimmen. Deshalb sollen sie's ja auch nicht so genau wissen, und es wird unter unklar definierten fremdsprachlichen Begriffen versteckt. Solches Vorgehen ist gleich mehrfach verfassungswidrig.


Gruß,
nihi

--
CETERUM CENSEO FEMINISMUM ESSE DELENDUM.

MÖSE=BÖSE

Fast ein Jahr lang suchte sie Hilfe bei Psychiatern, dann wandte sie sich Allah zu.


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