Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Rainer ⌂, Monday, 15.01.2007, 01:13 (vor 6371 Tagen) @ Nihilator

Hallo

Welche Wissenschaftlichen Erkenntnisse meinst du?


In erster Linie die Hirnforschung. Interessant sind auch Erkenntnisse zu
verändertem Verhalten und veränderten Fähigkeiten unter Einfluß von
Hormongaben, wie sie aus der Behandlung Transsexueller, aber auch aus der
Sportmedizin bekannt wurden. Sieht doch tatsächlich so aus, als ob es
männlich-weiblich doch irgendwie gäbe.
Es ist ein unübersehbares Zeichen fortgeschrittenen Irrsinns, daß man
solche Binsenweisheiten heutzutage überhaupt begründen muß. Ein Säugling
kapiert es.


SPEKTRUM DER WISSENSCHAFT MÄRZ 2006 (der Artikel ist online nur für Abonenten verfügbar, hier ein paar Auszüge.)

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Männer und Frauen sind durchaus nicht völlig gleich, was Bau und Funktion ihres Gehirns anbelangt. Einige der Unterschiede, die gerade erforscht werden, könnten geschlechtsspezifische Behandlungen von Krankheiten wie
Depression und Schizophrenie nötig machen.

...Ganz eindeutig gleicht das weibliche dem männlichen Gehirn in vielerlei Hinsicht. Allerdings haben Forscher seit dem letzten Jahrzehnt eine erstaunliche Palette an strukturellen, chemischen und funktionellen Unterschieden erkannt.
Diese Ungleichheiten sind nicht bloß interessante Eigenheiten, die vielleicht
erklären, warum mehr Männer als Frauen die Marx Brothers gut finden. Vielmehr dürften sie es womöglich nötig machen, geschlechtsspezifische Behandlungen für eine Reihe von Krankheitsbildern zu entwickeln, darunter Depression, Sucht, Schizophrenie und posttraumatische Belastungsostörungen. Ferner bedeutet die Existenz solcher Unterschiede, dass Wissenschaftler, die sich mit Struktur und Funktion des Gehirns beschäftigen, bei der Datenanalyse das Geschlecht ihrer Versuchsobjekte berücksichtigen und künftig sowohl Frauen als auch Männer untersuchen müssen, wenn sie keine irreführenden Ergebnisse riskieren möchten...

...Die Bildgebung offenbarte anatomische Unterschiede in einer Reihe von Regionen quer durchs Gehirn. Zum Beispiel vermaß eine Forschergruppe um Jill M. Goldstein von der Harvard Medical School in Cambridge (Massachusetts) kernspintomografisch viele Bereiche der Hirnrinde, des Cortex, sowie der tieferen Strukturen. Unter anderem stellte das Team fest, dass Teile der Stirnrinde, Sitz vieler höherer kognitiver Funktionen, bei Frauen massiger sind als bei Männern - ebenso Teile des limbischen Cortex, der bei emotionalen Reaktionen mitwirkt. Bei Männern hingegen sind Bereiche des Schläfenlappens, mitzuständig für räumliche Fähigkeiten, größer. Gleiches gilt für die Amygdala: Die beidseits vorhandene mandelförmige Struktur reagiert auf emotional erregende Informationen - auf alles, was das Herz zum Schlagen und den Adrenalinausstoß in Gang bringt. Wohlgemerkt handelt es sich auch im Weiteren stets um relative, nicht um absolute Größenunterschiede: Sie beziehen sich auf das Volumen einer Struktur im Verhältnis zu dem von Großhirn
oder gesamtem Gehirn...

...Zu Stande kommen dürfte eine derartige anatomische Variation großenteils durch die Geschlechtshormone, in denen das Gehirn des Fetus regelrecht badet...

...Diese Korrelation zwischen der Größe einer Hirnregion bei Erwachsenen und der Wirkung von Sexualhormonen in der Gebärmutter deutet darauf hin, dass zumindest einige der geschlechtsspezifischen Unterschiede in den kognitiven Funktionen nicht durch kulturelle Einflüsse oder hormonelle Änderungen während der Pubertät entstehen - sie sind von Geburt an vorhanden...

...Sie besuchten mit ihrer Videokamera die Säuglingsabteilung eines Krankenhauses und filmten die Reaktionen von Babys, die erst einen Tag alt waren. Die Kleinen sahen entweder live das freundliche Gesicht einer Studentin oder ein Mobile, das die Farbe, Größe und Form des Gesichts der Studentin hatte, deren Gesichtszüge aber in einem Durcheinander präsentierte. Um Voreingenommenheiten auszuschließen, wussten die Forscher zunächst nicht, welches Geschlecht das Baby hatte. Das Ergebnis: Die Mädchen verbrachten mehr Zeit damit, das lebende Gesicht anzuschauen, während die Jungen dem mechanischen Objekt den Vorzug gaben...
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Nicht nur im Gehirn unterscheiden sich Männer und Frauen, z,B. auch bei der Fettspeicherung. Eine Frau kann länger ohne Nahrung überleben. Ein Mann kann erheblich schneller Energien mobilisieren. Mein Bruder (Chemiker in der Pharmaindustrie) meinte, wenn man Proben und Messergebnisse von Männern und Frauen vergleicht könnte man auf die Idee kommen das es sich um zwei ganz verschiedenen Lebewesen handelt.

Rainer

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Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo


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